Unser Borderlands 4 Test erscheint gut ein Jahr nach dem Release am 12. September 2025 – und genau das ist der Punkt. Gearbox hat in dieser Zeit zwei Story-Packs, mehrere Bounty-Packs, zwei neue Kammerjäger und unzählige Patches nachgeschoben.
Die Redaktion von Games Insider wollte wissen: Wie gut ist der Looter-Shooter heute, mit Update 1.11 vom 22. Oktober 2026?
Kurz gesagt: Borderlands 4 ist das spielerisch beste Borderlands seit Langem. Die offene Welt, das flüssige Movement und das Loot-System überzeugen. Die Technik auf dem PC bleibt dagegen ein Thema, das du vor dem Kauf kennen solltest.
Borderlands 4 Test: Die Fakten auf einen Blick
Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Eckdaten zum Stand Ende Oktober 2026:
Entwickler und Publisher: Gearbox Software und 2K.
Release: 12. September 2025 für PS5, Xbox Series X|S und PC (Steam, Epic Games Store).
Switch 2: Die ursprünglich für Oktober 2025 geplante Version wurde verschoben; im Februar 2026 bestätigte Take-Two, dass die Arbeiten pausieren.
Engine: Unreal Engine 5.
Kammerjäger: Rafa, Harlowe, Amon und Vex zum Start, dazu C4SH und Loveless als Zusatzinhalte.
Koop: bis zu vier Spieler online, auf Konsolen zusätzlich Splitscreen zu zweit.
Aktueller Stand: Version 1.11, inklusive Cross-Saves und geteiltem Fortschritt.
Wertung der Redaktion: 8,0 von 10.
Kommerziell war der Start ein Erfolg, wie auch die Übersicht auf Wikipedia zusammenfasst. Bis zum 22. September 2025 hatten laut Publisher über 2,5 Millionen Menschen Borderlands 4 gespielt; in den USA zählte es zu den meistverkauften Spielen des Jahres.
Story und Setting: Kairos statt Pandora
Borderlands 4 verlässt Pandora. Schauplatz ist der Planet Kairos, dessen Schutzschild zusammenbrach, als plötzlich der Mond Elpis auftauchte. Kairos wird vom Timekeeper beherrscht, einem Diktator, der seine Bevölkerung mit synthetischen Truppen des Ordens kontrolliert.
Du schließt dich als Kammerjäger dem Widerstand an. Die Geschichte ist ernster als in Borderlands 3, der Humor zurückhaltender. Das tut der Serie gut: Weniger nervige Sprüche, mehr Atmosphäre.
Ganz ohne Albernheiten kommt Gearbox aber natürlich nicht aus, und das ist auch richtig so. Wer die Serie seit Jahren begleitet, findet im Borderlands 4 Test viele bekannte Gesichter wieder.
Erzählerisch bleibt Borderlands 4 dennoch eher Rahmen als Kern. Der Timekeeper ist bedrohlich inszeniert, doch einige Nebenfiguren bleiben blass. Wer wegen einer packenden Geschichte kommt, wird solide unterhalten – mehr nicht. Im Borderlands 4 Test war die Kampagne für uns vor allem ein Vehikel für Loot und Action.
Gameplay im Borderlands 4 Test: Die beste Bewegung der Serie
Der größte Fortschritt steckt im Movement. Mit Greifhaken, Gleiten, Doppelsprung und Ausweichsprint bewegst du dich so dynamisch wie nie zuvor durch Kairos. Kämpfe werden dadurch vertikaler und schneller, Gegner flankierst du aus der Luft.
Die Welt ist erstmals nahtlos offen. Statt durch abgetrennte Zonen reist du ohne Ladebildschirme zwischen den Regionen, rufst jederzeit ein Fahrzeug herbei und stolperst ständig über Nebenmissionen, Gegnerlager und Geheimnisse. Das hält den Spielfluss hoch, kann aber auch überladen wirken.
Die Kammerjäger im Borderlands 4 Test
Jeder der vier Startcharaktere spielt sich deutlich anders, und alle besitzen drei umfangreiche Talentbäume:
Vex, die Sirene: beschwört Geisterwesen und eignet sich für Spieler, die gerne Begleiter einsetzen.
Rafa, der Exo-Soldat: setzt auf Nahkampfklingen und Geschütze – schnell und aggressiv.
Harlowe, die Gravitar: manipuliert Schwerkraft, kontrolliert Gegnergruppen und stärkt Mitspieler.
Amon, der Schmiederitter: der klassische Tank mit Elementarwaffen und Schilden.
Mit C4SH, einem ehemaligen Casino-Roboter, und Loveless, einer Hackerin mit digitalem Virus-Begleiter, kamen 2026 zwei weitere Klassen hinzu. Update 1.11 hat Loveless und mehrere Fähigkeiten von Harlowe, Amon, Rafa und Vex noch einmal kräftig gebufft.
Loot, Loot, Loot
Das Herz jedes Borderlands sind die Waffen. Hier liefert Teil 4 ab. Hersteller-Teile lassen sich teilweise kombinieren, wodurch noch abwegigere Waffen entstehen. Seit Februar 2026 gibt es mit Perlmutt-Ausrüstung (Pearlescent) zudem eine Seltenheitsstufe oberhalb von Legendär.
Im Borderlands 4 Test hat uns das Loot-Tempo gut gefallen. Legendäre Drops sind selten genug, um sich besonders anzufühlen, aber häufig genug, um dich bei Laune zu halten. Für Build-Tüftler ist das ein Paradies.
Wie gut läuft Borderlands 4 auf dem PC?
Borderlands 4 läuft auf dem PC heute deutlich besser als zum Start, bleibt aber anspruchsvoll. Gearbox hat seit Release zahlreiche Patches zu Stabilität, Rucklern und Performance veröffentlicht. Für hohe Bildraten in hohen Auflösungen brauchst du weiterhin starke Hardware und solltest Upscaling nutzen.
Zum Launch hagelte es Kritik. Viele Spieler auf Steam berichteten von Abstürzen, Rucklern und schwacher Performance, und auch Fachmedien bemängelten die Optimierung. Ein Patch im Oktober 2025 brachte laut Benchmarks von Wccftech rund zehn Prozent mehr Leistung, doch selbst eine RTX 5080 erreichte in 4K damals nur knapp 60 Bilder pro Sekunde.
Seitdem hat sich viel getan. Fast jedes größere Update nennt „fortlaufende Verbesserungen bei Stabilität und Optimierung“. Unsere Einschätzung im Borderlands 4 Test: Auf aktuellen Mittel- und Oberklasse-PCs ist das Spiel inzwischen gut spielbar, gelegentliche Nachladeruckler gehören aber weiterhin dazu.
So holst du mehr Leistung heraus
1. Upscaling aktivieren: DLSS, FSR oder XeSS sind in Borderlands 4 praktisch Pflicht.
2. Volumetrische Effekte senken: Nebel, Wolken und Schatten kosten am meisten Leistung.
3. Frame Generation vorsichtig nutzen: Sie glättet das Bild, erhöht aber die Latenz.
4. Treiber aktuell halten: Neue GPU-Treiber bringen oft spezifische Optimierungen.
Welche Grafikoptionen welche Wirkung haben, erklären wir ausführlich in unserem Guide zu den wichtigsten Grafik-Einstellungen.
Technikstand und Patches im Borderlands 4 Test
Gearbox pflegt Borderlands 4 intensiv. Laut offizieller Roadmap für 2026 erscheinen große Updates etwa im Monatsrhythmus, kleinere Updates jeden Donnerstag. Die wichtigsten Meilensteine seit Release:
Oktober 2025: erste große PC-Patches gegen Abstürze und Ruckler, dazu Balance-Änderungen.
Anfang 2026: Fotomodus, Perlmutt-Ausrüstung und Bounty Pack 2 „Legend of the Stone Demon“.
März 2026: Story Pack 1 „Mad Ellie and the Vault of the Damned“ mit neuer Region und Kammerjäger C4SH.
Mai/Juni 2026: Update 1.7 mit zweitem kostenlosen Raid-Boss und neuen Beutestufen, dazu Bounty Pack 3 und ein Endgame-Takedown.
Juli 2026: Bounty Pack 4.
10. September 2026: Version 1.10 mit Story Pack 2 „FL4K and the Last Resort“, Kammerjägerin Loveless, Bounty Pack 5 und einer Erhöhung der Stufenobergrenze um zehn Level.
22. Oktober 2026: Version 1.11 mit Loveless-Buffs, weniger Pop-ins im Performance-Modus, FSR-Option für das Steam Deck und vielen Fehlerkorrekturen.
Alle Patchnotes findest du im offiziellen Borderlands-Support. Besonders positiv: Die lange geforderten plattformübergreifenden Spielstände und der geteilte Fortschritt zwischen Charakteren sind inzwischen im Spiel.
Konsolen und Handheld
Auf PS5 und Xbox Series X|S läuft Borderlands 4 im Borderlands 4 Test stabiler als auf dem PC, du wählst zwischen Qualitäts- und Performance-Modus. Für flüssige Shooter-Action empfehlen wir klar den Performance-Modus. Auf dem Steam Deck ist das Spiel nur mit deutlichen Abstrichen spielbar; die neue FSR-Option hilft, macht es aber nicht zum Handheld-Titel. Wie du generell mehr aus Valves Handheld herausholst, zeigen unsere Steam-Deck-Einstellungen.
Insgesamt fällt die Technikbilanz im Borderlands 4 Test damit zweigeteilt aus. Konsolenspieler bekommen inzwischen ein weitgehend rundes Erlebnis, PC-Spieler ein deutlich verbessertes, aber weiterhin forderndes. Gearbox hat gezeigt, dass das Studio die Kritik ernst nimmt – die wöchentlichen Updates sind dafür der beste Beleg.
Die Erweiterungen im Borderlands 4 Test
Ein Jahr nach Release ist Borderlands 4 deutlich größer als zum Start. Für unseren Borderlands 4 Test haben wir uns auch die beiden großen Story-Packs angesehen. Sie sind keine Pflicht, erweitern das Spiel aber spürbar.
Story Pack 1: Mad Ellie and the Vault of the Damned
Die erste Erweiterung erschien im März 2026 und bringt Fan-Liebling Ellie zurück. Gearbox setzt auf einen düstereren Ton mit Cosmic-Horror-Einschlag, eine neue Region, eigene Haupt- und Nebenmissionen sowie frische Ausrüstung. Für viele Spieler war das der Anlass, nach der Kampagne zurückzukehren.
Story Pack 2: FL4K and the Last Resort
Seit dem 10. September 2026 kannst du die tropische Insel Providence erkunden. Dschungel, Vulkan und Seilrutschen sorgen für viel Vertikalität, als Gegner treten Truppen des Herstellers Tediore mit Exoskeletten und Mechs an.
Zur Belohnung winken neue Perlmutt-Waffen und zahlreiche legendäre Gegenstände. Im Borderlands 4 Test hat uns diese Erweiterung besser gefallen als die erste, vor allem wegen der abwechslungsreichen Umgebung.
Bounty-Packs und neue Kammerjäger
Kleinere Bounty-Packs liefern einzelne Missionen, Bosse und kosmetische Belohnungen. Das erste war kostenlos, die weiteren kosten Geld. Die neuen Kammerjäger C4SH und Loveless kaufst du separat oder bekommst sie über passende Editionen.
Unser Rat: Starte mit dem Grundspiel und entscheide nach der Kampagne, welche Inhalte dich wirklich interessieren.
Borderlands 4 Test im Vergleich zu Borderlands 3
Viele Fans fragen, ob sich der Umstieg vom Vorgänger lohnt. Unser Borderlands 4 Test zeigt deutliche Fortschritte in fast allen spielerischen Bereichen:
Welt: nahtlose offene Regionen statt einzelner Planeten mit Ladebildschirmen.
Bewegung: Greifhaken, Gleiten und Doppelsprung machen Kämpfe vertikaler.
Ton: ernster und weniger albern – für viele Fans eine Erleichterung.
Technik: optisch moderner dank Unreal Engine 5, auf dem PC aber anspruchsvoller.
Talentbäume: umfangreicher und flexibler als im Vorgänger.
Wo Borderlands 3 noch mit lauten Antagonisten und viel Klamauk auffiel, setzt der Nachfolger auf Atmosphäre und Spielgefühl. Im direkten Borderlands 4 Test gegen den Vorgänger fühlt sich jede Minute im Kampf flüssiger und durchdachter an.
Endgame und Koop: Wie lange motiviert Borderlands 4?
Nach der Kampagne beginnt das eigentliche Spiel. Höhere Schwierigkeitsstufen, Raid-Bosse, Takedowns und wöchentliche Aktivitäten sorgen für Beschäftigung. Mit zwei Story-Packs und fünf Bounty-Packs ist der Umfang inzwischen beachtlich.
Im Koop entfaltet Borderlands 4 seine größte Stärke. Mit bis zu drei Freunden durch Kairos zu ziehen, Beute zu teilen und Builds zu kombinieren, macht schlicht Spaß. Jeder Spieler erhält eigene Beute, Streit um Drops gibt es also nicht.
Kritisch sehen wir die Fülle an Zusatzinhalten. Wer alles haben will, greift zur Super Deluxe Edition oder kauft Packs einzeln nach. Das Grundspiel bietet zwar bereits viele Stunden, doch die stärksten Endgame-Inhalte stecken teilweise in kostenpflichtigen Erweiterungen. Mehr zur Preisentwicklung liest du in unserem Artikel über steigende Spielepreise.
Für wen lohnt sich Borderlands 4?
Am Ende unseres Borderlands 4 Test steht eine Empfehlung mit klaren Bedingungen:
Greif zu, wenn du Looter-Shooter liebst und am liebsten mit Freunden spielst.
Greif zu, wenn du auf PS5 oder Xbox Series X|S unterwegs bist – hier ist die Technik am rundesten.
Prüfe deine Hardware, wenn du auf dem PC spielst. Mit älterer Grafikkarte drohen Kompromisse.
Warte eventuell ab, wenn du nur Switch 2 besitzt – die Version liegt derzeit auf Eis.
Wer gerade nach Gaming-Hardware sucht, sollte die Rabattsaison im Blick behalten. Unser Ratgeber zu Black Friday Gaming Deals zeigt, wie du echte Angebote erkennst – auch für Borderlands 4 und seine Erweiterungen.
Fazit zum Borderlands 4 Test: Spielerisch stark, technisch mit Narben
Borderlands 4 ist ein mutiger Schritt für die Serie. Die offene Welt, das grandiose Movement und das Loot-System machen es zum besten Teil seit Borderlands 2. Der ernstere Ton steht der Reihe gut, und die Kammerjäger bieten enorme Build-Vielfalt.
Abzüge gibt es für die anhaltend hohe Hardware-Last auf dem PC, gelegentliche Ruckler und eine Geschichte, die hinter ihren Möglichkeiten bleibt. Dazu kommt ein DLC-Modell, das Komplettisten viel Geld abverlangt. Gearbox hat in einem Jahr viel repariert, doch die Narben des holprigen Starts sind noch sichtbar.
Unser Borderlands 4 Test endet deshalb mit 8,0 von 10 Punkten. Auf Konsole und im Koop ist es ein echtes Highlight, auf dem PC eine Empfehlung mit Hardware-Vorbehalt.
Borderlands 4 spielt sich so gut wie kein Teil zuvor – wenn deine Hardware mitspielt.
Häufige Fragen zum Borderlands 4 Test
Wann ist Borderlands 4 erschienen?
Borderlands 4 erschien am 12. September 2025 für PS5, Xbox Series X|S und PC. Die angekündigte Version für Nintendo Switch 2 wurde verschoben, und im Februar 2026 bestätigte Take-Two, dass die Arbeiten daran pausieren.
Läuft Borderlands 4 inzwischen gut auf dem PC?
Deutlich besser als zum Start, aber das Spiel bleibt anspruchsvoll. Gearbox hat viele Patches für Stabilität und Performance veröffentlicht. Für hohe Bildraten solltest du Upscaling wie DLSS oder FSR nutzen und eine aktuelle Grafikkarte besitzen.
Welche DLCs gibt es für Borderlands 4?
Bis Oktober 2026 sind zwei Story-Packs erschienen: „Mad Ellie and the Vault of the Damned“ und „FL4K and the Last Resort“. Dazu kommen fünf Bounty-Packs, von denen das erste kostenlos war, sowie die Kammerjäger C4SH und Loveless.
Kann man Borderlands 4 im Koop spielen?
Ja, du kannst online mit bis zu drei Freunden spielen. Auf Konsolen gibt es zusätzlich einen Splitscreen-Modus für zwei Personen. Jeder Spieler erhält dabei eigene Beute.
Gibt es Crossplay und Cross-Saves in Borderlands 4?
Borderlands 4 unterstützt Crossplay zwischen den Plattformen. Plattformübergreifende Spielstände und geteilter Fortschritt zwischen Charakteren wurden im Laufe des Jahres 2026 nachgereicht und mit Version 1.10 weiter ausgebaut.
Lohnt sich Borderlands 4 im Herbst 2026?
Ja, vor allem auf Konsole und für Koop-Fans. Der Umfang ist durch die Erweiterungen stark gewachsen, und viele Startprobleme sind behoben. Auf dem PC solltest du vorher deine Hardware prüfen.

